Alvenslebensche Konvention

Alvenslebensche Konvention

Die Alvenslebensche Konvention ist eine Miltärkonvention zwischen Russland und Preußen. Sie wurde am 8. Februar 1863 durch den preußischen Generaladjutanten Gustav von Alvensleben in St. Petersburg geschlossen. Beide Staaten erkennen das gegenseitige Territorium an und garantieren deren Erhalt. Aufständische dürfen über die Grenzen des jeweils anderen Staates hinweg verfolgt werden. Die Konvention richtet sich vor allem gegen die in beiden Staaten aufbegehrenden Polen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Zar Alexander II. große Probleme mit einem polnischen Aufstand. Daraufhin wurde von Alvensleben vom preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck nach Russland geschickt um diese Übereinkunft zu erwirken. Diese Konvention stellt für Bismarck den ersten außenpolitischen Erfolg dar. Er konnte so von den innenpolitischen Querelen (Lückentheorie) ablenken. Zudem sicherte er sich mit dem Schritt die Neutralität Russlands für das nationale Einheitsstreben. Bereits damals zeichnete sich Bismarcks Fokussierung auf die Außenpolitik und die besondere Bismarcksche Bündnispolitik ab.