|
Eine Zusammenstellung von Prof. Joachim Schubart Uni Heidelberg
Ballenstedt um 1840 Schon 1765 war Ballenstedt Residenz der späteren Herzöge von Anhalt-Bernburg geworden. Seit 1833 wirkte dort als Hofmaler und später als Kammerherr Wilhelm von Kügelgen, der in erhaltenen Briefen an seinen Bruder (eine veröffentlichte Folge setzt 1840 ein) eingehend das damalige Leben in Ballenstedt beschreibt. Dabei erwähnt er als älteren dortigen Bekannten Ferdinand v.Alvensleben aus dem Hause Redekin (1782-1862), der von 1819 bis 1848 in Anhalt-Bemburgischen Diensten als Kammerherr, Direktor des Alexisbades und später Hofstallmeister wirkte. Wie auch aus Familiendaten hervorgeht, hat dieser länger in Ballenstedt gelebt. Aus der ersten Ehe seiner Frau hatte er Stiefkinder, die auch in den Briefen erwähnt werden. Ausserdem heiratete seine Nichte Agnes a.d.Hs Redekin (1811-1894) seinen Stiefsohn Anton v.Krosigk im Okt. 1832. Dieser war später Anhalt-Bemburgischer Oberforstmeister und Kammerherr. Als solcher lebte er offenbar in Ballenstedt, denn dort wurden zwei Söhne geboren, und dort starb er relativ jung im Februar 1844. W.v.Kügelgen erwähnt dies und ausserdem ein Portrait von ihm, das er angefertigt hatte.
Ballenstedt um 1900 Ausser Armgard auf dem Oberhof gab es um 1900 noch mehrere Familienglieder am Ort. Die Witwe Clara von Werner wohnte bis 1900 ständig in der Villa, die oben erwähnt wurde. Sie wurde einige Jahre danach verkauft. Werners Töchter aus erster Ehe Bertha (1859-1912) und Elisabeth (1861-1945) hatten von dort aus 1888 bzw. 1885 geheiratet. Als Ehefrau des Pastors an der Ballenstedter Schlosskirchengemeinde, des späteren Anhaltischen Generalsuperintendenten F.W. Schubart blieb Bertha (Großmutter des Verfassers dieser Zeilen) bis Ende 1904 am Ort. Das Paar wohnte zunächst in der Allee, dann in dem angrenzend erbauten Pfarrhaus. Als ältere Offiziere waren nach Ballenstedt gezogen Alfred-Redekin (1837-1909) und Gebhard-Erxleben 1 (1843-1906). Ungefähr seit 1904 lebte auch Hans Bodo - Rogätz (1849-1936) in Ballenstedt. Dort gab es noch um 1963 auf dem Friedhof eine Grabstätte mit den Namen von ihm und seiner Gattin.
|