Familie von Alvensleben Gut Wittenmoor

Anfaenge der Familie Alvensleben in der Altmark

Bis 1784 behielt das Havelberger Domkapitel die Lehnshoheit über die drei Wittenmoorer Rittergueter, deren Lehnstraeger haeufig wechselten. Am laengsten behauptete sich hier die aus naechster Verwandschaft stammende Familie von Luederitz, welche die Gueter zu einem Besitz vereinigte.

Der erste Wittenmoorer Alvensleben sass 1835 auf der Isenschnibbe bei Gardelegen, der naechste, Udo, stammte aus Redekin bei Jerichow und erbte 1858 die Herrschaft Erxleben/ Uhrsleben bei Haldensleben. Seine Soehne und Enkel begruendeten eine Reihe von weiteren Linien des Hauses. Bis 1918 waren die Wittenmoorer Herren Mitglied des preussischen Herrenhauses, koenigliche Kammerherren, Ritter des Johanniterordens und der Ballei Utrecht des Deutschen Ordens, zugleich in vielen Zweigen der Landes- und Kommunalpolitik.

Von 1923 bis heute

Von 1923 bis zur Enteignung 1945 war Dr. phil. Udo von Alvensleben (1897-1962) Eigentümer des Gutes. Neben der Führung seiner land- und forstwirtschaftlichen Betriebe widmete er sich privatwissenschaftlichen Studien auf dem Gebiet der Kunstgeschichte, vor allem der Architektur und Gartenarchitektur. Wittenmoor wurde ein Ort des Zusammentreffens von Kuenstlern und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland mit enger Verbindung zum Berliner Geistesleben, Musikwochen fanden statt, Haus und Garten erfuhren stilvolle Verfeinerungen.

Aus den Tagebuechern Udo von Alvenslebens wurden u.a. veroeffentlicht: “Besuche vor dem Untergang, Adelssitze zwischen Altmark und Masuren” (1968) und das Kriegstagebuch “Lauter Abschiede” (1971).

1945 wurde die Familie Alvensleben enteignet und ausgewiesen, das Inventar des Hauses zerstreut. Wittenmoor wurde Volkseigenes Gut, das Haus diente der Verwaltung, als Wohnungen, Kindergarten und Kultursaal.

1992 verpachtete die Treuhandanstalt einen Teil des umgewandelten VEG Wittenmoor an die Familie des frueheren Eigentuemers.

Dessen Witwe Elma von Alvensleben kehrte nach 47 Jahren in das Haus zurück.

 

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