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Das bedeutendste ländliche Barockschloss in Sachsen-Anhalt ist das Schloss Hundisburg, das 1945 jedoch teilweise zerstört wurde. Ursprünglich stand an der Stelle des Schlosses im 12. Jahrhundert eine Burgfeste des Erzbistums Magdeburg. 1452 gelangte Hundisburg in den Besitz der Familie von Alvensleben, die im 16. Jahrhundert das Anwesen zu einem Renaissanceschloss ausbauen liess. Im Dreissigjährigen Krieg zerstört, wurde das Schloss zunächst im hergebrachten Stil wieder aufgebaut, bevor 1693 mit dem Ausbau von Schloss und Garten im barocken Stil begonnen wurde. Vor allem die Gartenanlagen wiesen eine Pracht auf, wie sie sonst nur Fürstensitzen vorbehalten war. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang des Geschlechts von Alvensleben folgte ein Besitzerwechsel; Johann Gottlob Nathusius kaufte das Anwesen und integrierte es in seine Gesamtvorstellung von der Region Haldensleben-Hundisburg. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Schloss sowjetischen Soldaten als Quartier. Diese verursachten einen Brand, dem der grösste Teil des Hauptgebäudes zum Opfer fiel. Bis 1991 blieb die Ruine sich selbst überlassen, doch nun wird das Schloss wieder aufgebaut. Der zugehörige Park, in den Jahren nach 1810 von J. G. Nathusius angelegt gehört mit seinen über 100 ha Fläche zu den wichtigsten Kulturdenkmalen seiner Art, vergleichbar mit Potsdam oder Wörlitz. Auch der Park wird derzeit rekonstruiert und wiederhergestellt. Im Gegensatz zum Barockgarten des Schlosses ist der Park einer Kulturlandschaft nachempfunden, die deutliche Ähnlichkeit zu englischen Gutsbesitzen zeigt. Hauptgestaltungselement sind eine Reihe parallel gelagerte, durch Baumgruppen getrennte Wiesenräume, die durch Sichtachsen miteinander verbunden sind.
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