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9. und 12. Jahrhundert Zum Schutze der über die Bode führenden Straßen befanden sich mehrere Burgen entlang der Bode. Es waren die Burgen Nienburg, Neugattersleben, Staßfurt, Unseburg und Egeln.
1164 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Neugattersleben. Älteste Zeitzeugen sind die Restmauer am Uhrturm und der Wehrturm "Schiefer Heinrich" aus dem 13. Jahrhundert. Die Bediensteten der Burg siedelten sich am nördlichen flachen Bodeufer an und bildeten so das Dorf Neugattersleben. Auf dem hohen Bedeufer lag das Dorf Hohendorp, später Hohendorf genannt. Hohendorf ist nachweislich noch älter als Neugattesrleben.
1100 - 1350 Das Adelsgeschlecht "derer von Hondorp" residierte in Hohendorf.
Ab 1815 Der Ort Neugattersleben gehörte zur preußischen Provinz Sachsen.
Mitte des 14. Jahrhunderts Der Magdeburger Magistrat erwarb die Grundrechte über Neugattersleben.
19.Mai 1573 Die Stadt Magdeburg verkaufte die einstige Wasserburg mit all den Ländereien an Ludolf von Alvensleben auf Hundisburg.
1583 Ludolf von Alvensleben erbaute den Nordwestflügel des Schlosses und die Schloßkapelle.
1586 Ludolf von Alvensleben erbaute das Hospital, genannt "Spittel".
1589 Ludolf von Alvensleben errichtete die Wassermühle. 1618-1648 Während des Dreißigjährigen Krieges. Zerstörung der ursprünglichen mittelalterlichen Wasserburg.
1658 bis 1665 Die Wasserburg wurde durch einen Zweiflügelbau der Spätrenaissance ersetzt.
Um 1670 Erneuerung der Bodebrücken und Bau einer neuen Schloßkapelle im Obergeschoß des Schlosses.
Die Geschichte Neugatterslebens im 18. und 19. Jahrhundert
1798 bis 1805 Vollständiger Umbau der Schloßanlage. Die ersten prominenten Gäste im erneuerten Schloß war das Königspaar Friedrich Wilhelm III. und Luise.
1832 - 1860 Entdeckung und Ausbeutung der Braunkohlenlagerstätten: Gruben Pauline (1832-1860), Luise-Hedwig (1848-1907) und Luise-Hedwig II auf dem Tilz (1907-1923).
1846 Als Nebenbetrieb der gräflichen Gutswirtschaft enstand eine Zuckerfabrik.
1861 Steinbrüche und ein Kalkwerk wurden errichtet.
1870 und 1883-1884 Weiterer Umbau durch Graf Werner-Alvo von Alvensleben (1840-1929), Schloßhauptmann zu Quedlinburg. Dabei entstanden die Türme, Giebel und Erker.
1879 Die Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Güsten-Güterglück wurde eingeweiht.
1887 Grundsteinlegung für die Kirche "St. Gertrud" zu Hohendorf, nachdem das alte Gotteshaus wegen Baufälligkeit abgetragen werden mußte.
9. April 1889 Die Kirche wurde nach zweijähriger Bauzeit Ihrer Bestimmung übergeben.
1896 Die Wassermühle wurde um ein Turbinenhaus erweitert.
1897 Vollständiger Umbau des "Spittel". 12. August 1902 Weihung des Grabdenkmals zum Andenken an die Schloßherrin Anna von Alvensleben durch Kaiser Wilhelm II.
1910 Aufbau einer Kartoffelflockenfabrik.
1916 Errichtung einer Rübenblattdarre.
1922 Die Doppelkranzturbine der Wassermühle wurde durch die moderne Francisturbine ersetzt. Diese erzeugte Gleichstrom für das Gut und Schloß aber auch zur Einspeisung in das Ortsnetz.
1932 Das heutige Neugattersleben entsteht durch Eingemeindung der bis dahin selbständigen Gemeinde Hohendorf in den durch Schloß und Rittergut geprägten Ortsteil.
1943 Am Weinberg wird eine Gefrierkonservenfabrik errichtet.
1946-1947 Das Schloß wird von der Höheren Landbauschule genutzt.
1947-1953 Nach der Höheren Landbauschule befand sich die Fachschule für Landwirtschaft im Schloß.
1953-1959 Danach das Institut für Agronomie und
1960-1992 die Agraringenieurschule für Saatgutwirtschaft
1991 Das Wohnhaus an der Wassermühle wurde teilweise als Kindertagesstätte genutzt.
1992 Die THEOPRA Bildungsgesellschaft mbH übernahm das Schloß in Pacht
1997 Die THEOPRA Bildungsgesellschaft mbH übernahm das Schloß in Privatbesitz
1999-jetzt Grundinstandsetzung und Restaurierung des Schlosses durch den neuen Eigentümer. So wurden u.a. die Fassade neu gestaltet und die Freitreppe erneuert.
14.05.2000 Auftaktkonzert des Neugatterslebener Konzertsommers mit einem Oktett der "Schwarzmeer Don Kosaken"
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