![]() |
|
Die goldene Wiege im Burggraben Die Landleute im Calbischen Werder erzählen, mit dem Verfall der Burg Calbe habe es folgende Bewandtnis gehabt:
|
|
|
|
|
abgeschlagenen Finger des Ritters lagen ehedem in seinem, von großen Straußenfedern überschatteten Helme. Seit jenem Überfalle, meint die Sage, liegt Schloß Calbe, welches der Gewalt unüberwindlich gewesen wäre, in Trümmern. |
|
Quelle: Dieterichs/Parisius (1883): Bilder aus der Altmark II, S. 59-60, Lehrmann, in: |
||||
|
Anmerkungen: 1. Das o.g. Grabmal dürfte das Epitaph von Ludolf XI v. A. (+ 1589) und seiner Frau Anna v. d. Kurfürst George Wilhelm war zu der merkwürdigen, aber keineswegs ungerechtfertigten Überzeugung gelangt, dass das feste Haus der Alvensleben dem Land mehr zum Schaden als zum Vorteil gereiche. Er erliess deshalb den Befehl, dasselbe abzutragen. Den Söhnen des Geschlechts war indessen das alte Schloss so sehr ans Herz gewachsen, dass sie die dringendsten und flehentlichsten Vorstellungen einreichten, um die Burg zu retten, in welcher die Vorfahren so lange gesessen hatten; ihre beweglichen Worte aber fanden kein Gehör bei dem haltlosen Manne, welcher damals das Scepter Brandenburgs führte. So war es denn um das Schloss Calbe geschehen; am 19. August 1632 erschienen die Landleute des gesamten Gerichtes auf der Burg, und die Niederreißung der Baulichkeiten und Befestigungen begann. Mit tiefem Schmerze mögen die Alvensleben auf die Greuel der Verwüstung hingeblickt haben: die alte Herrlichkeit der drei Rosen des Geschlechts war für immer dahin, nachdem mit dumpfen Klange die Giebel und Zinnen, die hohen Gewölbe und die zierlichen Erker in den Schloßhof niedergestürzt waren. |
||||
|
Die Totenglocke zu Calbe Vor dem Städtchen Calbe an der Milde befindet sich das sogenannte feste Haus, ein Schloss der Herren von Alvensleben. In demselben hing früher eine Glocke, die von selbst anschlug und zu läuten anfing, wenn jemand aus dem Geschlecht der von Alvensleben mit dem Tode abgehen sollte, und wenn er auch in ganz fernen Landen war. Von dem Ursprung dieser Glocke, oder wo sie geblieben ist, hat man keine Kunde. Quelle: Temme (1839), S.29, Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg, Th. 5. B 1. Cp 9. S. 53
|
||||
|
Beitrag: Prof. Dr. Reimer v. Alvensleben (Falkenberg) |
||||