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Das Mordkreuz zu Hundisburg
Am Ausgange von Hundisburg an der Strasse nach Groß-Rottmersleben nicht weit vom Hospital steht ein altes, steinernes Mordkreuz. Von diesem wird erzählt, dass hier einst eine Mordtat geschehen sei. Busso v. Alvensleben und ein Herr von der Asseburg verfolgten beide einen starken Hirsch. Gleichzeitig trafen beide am verendeten Tier zusammen. Nun entspann sich ein Streit, wer den Hirsch erlegt habe. Da erhob der von Asseburg seinen Jagdspeer und durchbohrte seinen Weidgenossen. Als Buße für diese Untat musste der Mörder 2000 Taler zahlen. Die Summe wurde noch von Ludolf von Alvensleben um 1000 Taler erhöht und davon wurden die beiden Hospitäler zu Hundisburg und Gatersleben gestiftet. Noch heute finden in Hundisburg arme, alte Leute Unterkunft und Beköstigung in dem dortigen Hospitale. Ausserdem wird von dem Kapital die Kleinkinderschule unterhalten und die Gemeindeschwester besoldet
Quelle: Kantor Bock, Heimatkunde des Kreises Neuhaldensleben, 1920, S.227.
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