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,,Fantaisie" hieß ein Lustschloß an der Herrenhäuser Allee bei Hannover auf dem Gelände des heutigen Georgengartens. Der Hofarchitekt Louis Remy de la Fosse schuf den anmutigen Bau 1707-1709 für Sophie Charlotte Baronin Kielmansegg, Gattin des Oberstallmeisters, eine natürliche Tochter des Kurfürsten Ernst August von Hannover. Fantaisie war eine der Bühnen für das geistreiche Hofleben in der Leibniz-Zeit. La Fosse, der erste Meister, der französischen Einfluss im deutschen Scbloßbau des Hochbarock zum Siege verhall, errichtete das Breitgelagerte Gebäude in verputztem Fachwerk mit Sandsteingliederungen. Innen befanden sich ein Saal und zwölf kleinere Räume. Aus dem östlichen Portal schritt man über eine Terrasse zum Parterre hinab, auf dem eine Fontäne sprang. Zwei Pavillons an den Ecken und eine Grotte in der Mitte begrenzten den Garten nach Osten. Reste der Terrasse am alten Leine-Arm sind noch erhalten, während zwei Sphinxe aus der Fantaisie heute ein Portal des nahen Georgspalais flanieren. Orangerieparterre und Obstgarten nahmen die Westseite ein Für die Rekostrunktion wurde ein Plan des Hofgärtners Ernst August Charbonuier von 1 726 verwandt. Unsere Ansicht zeigt im Hintergrunde links die Herrenhäuser Allee und das Palais Montbrillant - 1713 erbaut und 1857 durch das Welfenschloß, heute Technische Hochschule, ersetzt, - rechts die Leine und das Platensche Schloß Linden (1702); in der Mitte die Türme von Hannover.1714 bestieg Kurfürst Georg Ludwig den britischen Thron. 1719 folgte ihm Kielmansegg nach London und verkaufte die Fantaisie 1723 dem Geh. Staatsminister Johann Friedrich v. Alvensleben-Hundisburg. Bis 1 756 blieb Fantasie, später als Monrepos bezeichnet, im Besitz der drei hannoversch-englischcn Minister Alvensleben, vom Großvater bis zum Enkel, dem ,,Chef der Deutschen Kanzlei" in London, der das Haus dem Schloßhauptmann v. Wangenheim verkaufte. König GeorgV , der es 1859 erwarb, ließ die Gebäude durch andere ersetzen und den Park im Georgengarten aufgehen.
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