Familie von Alvensleben Schloss Schollene

Zwischen den vormaligen Bischofisitzen Brandenburg und Havelberg liegt die einstige Grenzburg Schollene am Westufer der Havel im ,,Lande Jenchow", einem Teil der Provinz Sachsen, der zum Erzbistum Magdeburg gehörte. In früheren Jahrhunderten trugen die Plotho, Bredow, Katte, Tresckow Schollene zu Lehen. Durch Heirat ging es aus der Familie v. Printzen an die Grafen v. Wartensleben, die den Besitz 1860 an Udo III. v. Alvensleben verkauften. Des attraktiven Gebäudes wegen hatte dessen Vater Gohlis erworben. Um eines Barockschlosses willen, so möchte man folgern, erstand der Sohn 1851 das Gut Maiwaldau bei Hirschberg in Schlesien, veräußerte es aber, um in seiner Heimat wieder größeren Landbesitz mit einem der schönsten Gutshäuser zu übernehmen: Schollene_ das sein Sohn 1945 besaß. Praktisch bestand die Passion dieses tüchtigen Landwirts darin, devastierte Güter in die Höhe zu wirtschaften.")

Vor dem Hintergrunde des Havellandes erhebt sich das dreiflügelige Herrenhaus durch einen Berliner Meister aus der Nachfolge Andreas Schlüters und Jean de Bodts 1752 für den preußischen Geh. Kriegsrat Friedrich Wilhelm v. Printzen errichtet, Sohn des preußischen Staatsministers und Oberhofmarschalls. Marquard Ludwig v. Printzen. Die flankierenden Wirtschaftsgebäude sind nicht mehr vorhanden, wohl aber die runden Bassins auf dem Parterre. Herabnahme der Sandsteintrophäen beeinträchtigte die eleganten Schlossfassaden. Im Treppenhause führt eine Rokokostiege mit feingeschmiedetem Geländer zum Saal hinauf. Viele Kamine entstammen der Erbauungszeit. Links nach Norden erstreckte sich der geometrisch angelegte Garten, rechts nach Süden ein Boskett. Überschwemmungen der Havel drangen oft bis an das Haus. Büsche, Seen und Kiefernwald bilden die Elemente der ernsten Landschaft.

 

,,Zunächst möchte ich kurz über das Anwesen in Schollene berichten, für diejenigen, die Schollene nicht kennen. Der Ort liegt zwischen Rathenow und Havelberg unmittelbar an der Havel. Das Anwesen wurde vom Großvater meines Mannes, Udo von Alvensleben, 1860 erworben. Dazu gehörte das Schloß, 1770 im spätbarocken Stil erbaut sowie das dazugehörende Rittergut mit ca. 1000 ha Fläche. 1903 erwarb Udo den Schollener See von ca. 200 ha. Es folgten weitere Zukäufe später durch seinen Sohn Gebhard sowie meinem Schwiegervater Alkmar, so daß die Gesamtfläche des Besitzes schließlich auf ca. 1500 ha anstieg, davon 75 % Wald und Heidefläche.

Text: Margarete-Schollene aus der Familienzeitung 2000

Es wurde eine Ofenplatte gefunden

Hier noch ein paar Bilder vom Schloss-Schollene

Neuschollene

Geschichte der Bockwindmühle Schollene